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Lohnt sich eine Wärmepumpe auch ohne Solaranlage?

Kurz gesagt

Ja, eine Wärmepumpe arbeitet auch ganz mit Netzstrom. Ob sie sich rechnet, bestimmen vor allem Jahresarbeitszahl und Strompreis. Eine Solaranlage kann die Kosten zusätzlich senken, liefert aber gerade im Winter, wenn am meisten geheizt wird, laut Verbraucherzentrale zu wenig Strom für den kompletten Heizbetrieb.

25–40 %Autarkie von Häusern mit Wärmepumpe und PV ohne Batterie im Fraunhofer-Feldtest
27,44 ctDurchschnittspreis je kWh Wärmepumpenstrom mit getrennter Messung
110–190 €pauschale Netzentgelt-Reduzierung pro Jahr nach § 14a EnWG, Modul 1 (Stand 2023)

Was eine Wärmepumpe wirtschaftlich macht

Eine Wärmepumpe nutzt Umweltwärme aus Luft oder Erdreich und braucht Strom nur für den Antrieb. Wie viel, zeigt die Jahresarbeitszahl: Im Fraunhofer-Feldtest im Bestand erzeugten Luft/Wasser-Wärmepumpen im Mittel 3,4 kWh Wärme aus 1 kWh Strom. Eine gute Planung mit passender Gerätegröße und niedriger Vorlauftemperatur ist deshalb der wichtigste Hebel – mit oder ohne Solaranlage.

Günstiger Netzstrom: Tarif und Netzentgelte

Auch ohne eigene Solaranlage lässt sich der Strompreis senken. Wärmepumpenstrom mit getrennter Messung kostete laut Bundesnetzagentur am 01.04.2025 im Schnitt 27,44 ct/kWh, normaler Haushaltsstrom 40,05 ct/kWh. Dazu kommen reduzierte Netzentgelte nach § 14a EnWG: pauschal 110 bis 190 Euro im Jahr (Modul 1) oder ein auf 40 % gesenkter Netzentgelt-Arbeitspreis mit separatem Zähler (Modul 2).

Was eine Solaranlage zusätzlich bringt

Selbst erzeugter Solarstrom ist laut Fraunhofer ISE günstiger als Netzstrom, auch im Vergleich zu Wärmepumpentarifen. In sechs untersuchten Häusern mit Wärmepumpe und PV-Anlage ohne Batterie deckte der Solarstrom 25 bis 40 % des Strombedarfs (Autarkie), mit Batterie 32 bis 62 %.

Der größte Wärmebedarf fällt aber in die sonnenarmen Monate. Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass der Solarertrag im Winter für den kompletten Heizbetrieb zu gering ist. Eine Solaranlage ist also eine sinnvolle Ergänzung, die Wärmepumpe funktioniert aber unabhängig davon.

Förderung gilt auch ohne Solaranlage

Die KfW-Heizungsförderung (Programm 458) setzt eine Solaranlage als Bedingung nicht voraus. Grundförderung, Klimageschwindigkeits-Bonus und Einkommens-Bonus hängen von Ihrer bisherigen Heizung, der Selbstnutzung und Ihrem Einkommen ab. Wer später eine Solaranlage ergänzen möchte, kann das mit dem Fachbetrieb gleich mit einplanen, etwa beim Zählerkonzept.

Ob mit oder ohne Solaranlage: Entscheidend ist eine gut geplante Wärmepumpe. Berechnen Sie Ihre Förderung und fordern Sie ein unverbindliches Angebot an.

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